reviews zu Bambam Babylon Bajasch, kumm ajain: |
Stadt Revue 12-07 |
gothtronic.com There was a time that six friends from Cologne decided to form a crew and start to make their own music, since that time the Bambam Babylon Bajasch released two full albums and a series of vinyl releases. Besides these releases they also played numerous gigs in the local clubs in Cologne and the rest of Germany and planning a tour in Israel and Palestine at the moment.“Kum Ajain” is their newest product bringing us 21 tracks and interludes packed in a nice dig pack with a booklet. The album was released by the in Cologne based Bass Präsidium Records that also released their debut album. “Kum Ajain” is an album packed with a mix of reggae, breakcore, punk and dancehall music featuring vocals in English as well as Cologne dialect. This is also precisely what makes the Bajasch special, their dialect lyrics, for the most of you they will sound unfamiliar but for us people in the south they are very understandable and easy to follow. The crew is a real club of friends that doesn’t need their names printed in the booklet, no ego’s, just guys who love to make music together and have a good party.For instance “Handy DJ” (which is directly my personal favorite) is about all those kids running around with their mobile phones all day long, making photos and movies or listening to their r&b music at full volume in the streets, the question that the guys have is easy, ‘why should your handy play music?’ or ‘Why should your handy make photos?’ . Something that I and most of my friends ask ourselves very often. Some of the lyrics are political, tracks like ‘eierschaukel’ or ‘political shirt’ are dealing with those topics. Other tracks are more just funny. Musically this album has a great mixture of so many styles that almost any person from which genre ever should find something on this record. The sound is raw and unpolished, no over enthusiastic sound engineer that twisted the knobs and fuck up the sound. The same with the artwork, nice home work with a lot to see and to read. The record is not really easy to put in a place musically so many people will probably love it. Breakcore going dub going reggae going punk….everybody has been served. |
lowlandsdistribution.be |
| reviews zu Bambam Babylon Bajasch, s/t : |
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Intro 02.2006 Bambam Babylon Bajasch Anscheinend hat man in den letzten Jahren in Köln heimlich das Reinheitsgebot beim Kölschbrauen verändert. Irgendwie scheint sich da eine Prise feinstes jamaikanisches Ganja eingeschmuggelt zu haben. Wie ist es sonst zu erklären, dass sich in der Domstadt eine ständig wachsende Reggae-Kultur entwickeln konnte? Ein feiner Sandstrand und üppige Palmenlandschaft können hier wohl kaum als Inspirationsquelle gedient haben. Bambam Babylon Bajasch nehmen aber eine Sonderstellung ein. Zwar finden sich klare Ragga-Verweise in ihrer Musik, aber mit dem Sound eines Gentleman hat das nun wirklich gar nichts zu tun. Nicht umsonst definieren sie selbst ihre Tracks als anglo-kölschen Raggapunk oder Basstard-Rave. Die Grundlage bietet auch nicht der shuffelnde Reggae-Rythmus, sondern meist energetischer Breakcore. Die direkte Verwandschaft ist daher eher in London als in Kingston zu suchen. In der britischen Szene nannte sich das einmal Jungle. Bleepende Computer, Ragga Vocals, obskure Samples und ein rasender Breakbeat. Gerade in der Kombination mit dem wunderbaren Anglo-Kölsch wird das bei der Bambam Babylon Bajasch zu einer tollen Tour de Force. Uwe Buschmann |
Kölner Stadtanzeiger vom 5.2.05: Bambam Babylon Bajasch Aktuell: Die Generation Sofa Hab`s zuerst im Autoradio gehört, Koelncampus, 100,0 Mhz. Inder Playlist nachgeschaut: Bambam Babylon Bajasch. "Sofaration" hieß das Stück, rasanter Refrain, babylonisches Sprachgewirr. Doc D2N8, halb Engländer, halb Kölner, sollte schon mal bei den Dudens anrufen und einen Eintrag im kommenden Fremdwortregister beantragen: "Sofaration" bezeichnet einen feigen Zustand des Daheimverbuddelns, oft verbunden mit einer Leidenshaltung (in Anspielung auf die "Sufferation" der Rastas). Wer zu Hause auf dem Sofa klebt, kann nichts bewegen, singt die Bajasch. Und hat natürlich Recht, wie sie Recht hat mit ihrer polternden Köln-Abrechnung "Kültürhauptstadt", mit dem Einsatz von Starkstrom-Synthies und gutem Echo auf den Stimmen. Ein Lob der Heimarbeit: Drei Beatproduzenten und zwei Sänger tauschen Audiofiles und Texte untereinander aus, sampeln, mischen und schneiden anglo-kölsche Electro-Reggae-Hits daraus. Das ist der Sound, den die Engländer gerne selber erfunden hätten. Aber wem schickt man das, wo John Peel nicht mehr da ist? Frank Sawatzki |
www.mkzwo.com vom 17.4. 05: Review: BamBam Babylon Bajasch Wow. Harter Brocken, den die fünf Kölner da abliefern. Nach den ersten 4 Takten des Openers Sofaration rebelliert das Ohr, man will, na ja, irgendwie weglaufen. Aber sofort ist da auch das Gefühl, dass es sich hier lohnt genauer hinzuhören, dass hier etwas passiert, dass man nicht beurteilen kann mit vivaweichgespültem Musik-Verständnis. Du lässt Dich drauf ein, und plötzlich dann: Boom, die Bombe zündet... Die wüste Mischung aus old-schooligen Jungle-Breaks, düsteren Synth-Texturen und gemeinen Sub- bis Radikalbässen geht in die Beine, sie zappeln bei jedem dröhenden Schlag der imposanten 4/4-Bassdrum und der Arpeggio - gepeitschten Basslines, die fast alle Songs vorantreiben... Hier und da flimmert eine Flöte auf, Delays verleihen dem ganzen den Irie-Touch, doch meist bleibt das ganze dreckig, schrottig, hart und brutal. Gegen jede Vernunft will man zu dem Sound-Gewitter aufspringen und den Bänkern von der Sparkasse gegenüber die Fresse polieren. Aber schnell wird auch klar: die Jungs haben etwas, was den Kölner nach allgemeiner Ansicht vom durchschnittlichen Trauer-Deutschen unterscheidet: Humor. Die meist verzerrten Lyrics, mal deutsch, mal englisch, mal derbstes Kölsch, kreisen toastend bis wunderbar eingängig und melodiös singend um die ganz grossen Themen, um die da oben, uns hier unten und das gute alte Gegen-Alles-Sein im positivsten Sinne. Aber immer mit einem Augenzwinkern, mit dem nötigen Schuss Ironie, den das ganze braucht, um spannend und unvorhersehbar zu bleiben. Und so findet sich zwar mit dem deepen Dub-House-Tune Seven Mountains auch ein chilliger Track zum Runterkommen, aber die Revolution erfordert nun mal drastischere Mittel, und die liefern die Jungs hier ohne Frage im Überschuss. Das Debüt von BamBam Babylon Bajasch ist eine raue, eine hektische und ungeschliffene Platte, die auf aktuelle Soundstandards und Konsenstauglichkeit verzichtet. Die könnten das, wenn sie wollten, ganz klar...aber warum sollten sie? Das hier ist zum tanzen, zum feiern, zum total-besoffen-das-schweine-system-mit-dem-eigenen-arsch-kaputt-rocken... Knick,Knick und Du brichst Dir Dat Jenick...so isset, und: weitermachen bitte. |
www.tonspion.de vom 28.4.05: Ragga-Rave-Punk aus Köln Bambam Babylon Bajasch "Sofaration" aus dem Album "Bambam Babylon Bajasch"(Basspräsidium Records) Ragga-Rave-Punk aus Köln, eine wilde Mischung aus Dub, Drum-Machine und sympathischen Kölner Proll-Style zappelt die Bambam Babylon Bajasch heraus. Und glücklicherweise ist das alles selten albern und verkifft. Erst seit Herbst 2003 haben sich die Energien von Bambam Belay, Peter Mosh, Bomb Marley, Doc D2N8 und Luciano Sarotti als Bambam Babylon Bajasch konzentriert. Im März 05 erschien ihre erste selbstbetitelte Vinyl-LP auf dem eigenen Label Basspräsidium, und präsentiert die wankelmütige Ragga-Crew als derb moshenden Haufen, der sich auf die Dubwurzeln bezieht, sie aber mit Drum-Computer, Synthesizer und Turntables für den Dancefloor eicht. Doc D2N8 und Luciano Sarotti mischen rappend Englisch und Anglo-Kölsch im Ragga-Slang, reimen Bon Voyage mit Zivilcourage, und üben Kritik an Politik und Gesellschaft in bester Arschtritt-Manier. Für ihr Stück No Kingston in Cologne wurde Mahmoud von der Lado-Band Von Spar als Gastsänger angeheuert, der nahtlos in das Bajasch-Konzept zu passen scheint. Sofaration und One Love gibt es als MP3s zu testen. (jw) Redaktionswertung: 4 Hörerwertung: 4 |